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kurz da

ich bin blind. für andere, für mich. nicht, dass DIE realität von den anderen erkannt würde, luftklar einschtig ist sie wohl höchstens für die letzte eremitische ameise- doch scheint die glaskugel, in der ich durch die welt rolle, an einigen stellen beschlagen. oder hat die der anderen vielleicht zusätzliche akustische funktionen?
zeitweilig erkenne ich noch, dass ich nicht mehr weiß, was ich tue. wenn ich von dämmerphasen aufwache. das mein leben unwert geworden ist, als solches bezeichnet zu werden, unwert, als solches unetwas gelebt zu werden. das schreckliche ist, dass ich dem nur entgegenwirken kann, indem ..ja was denn eigentlich? von vorn anfangen? könnte ich das durchstehen? um dabei nicht erst recht unterzugehen, müsste ich mich vorher lange und ehrlich darauf einstellen. ich wüsste nicht, wo, wo jetzt diese kraft hernehmen? nein, es ist vor allem meine geisteseinstellung, meine selbstaufgebaute abhängigkeit von bestimmten menschen, vorstellungen, wie die dinge zu laufen haben bzw. wahrscheinlich laufen- was diese widerwärtige verletzlichkeit verursacht, bedingt durch von den genannten phantasien gestützte alberne und grotesk-peinliche naivität, mit sicherheit auch eine ganze menge unrechtfertigbare eingebildetheit, was mir zwar schwant, aber wohl nur schwer auch noch begreifend eingestehbar ist. immer wieder muss ich über mein eigenes erschrecken staunen, wenn ich wieder eine mir entgangene oder auch in zukunft höchstwahrscheinlich unzugängliche horizonterweiterung ( oder, bleibt man bei dem mickrigen bild: ein kleines, per zufall mit hilfe der drehung der kugel in mein sichtfeld geratenes splittriges loch) auffinde, es ist geradezu lachhaft, wie mir in solchen momenten das herz gefühltermaßen absackt, der atem wegbleibt, ich meine eltern erst für ihre naturen, dann ihre erziehung, ihre erbinformation und schließlich meine umwelt verfluche, dabei ist das alles nur das einzig falsche: sich nicht aus dieser erstarrung zu lösen. wo wir dann endgültig bei beim freien willen angelangt wären.

ich bin müde, in 3 stunden muss ich aufstehen und umziehen. mal wieder nicht verabschiedet, mal wieder nicht mit der seele überhaupt vorher dagewesen. bevor ich mit schreiben begonnen habe, hat der beruhigungssermon grad wirkung gezeigt, jetzt zweifle ich wieder, aber dafür kann auch bald wieder abgetaucht und auf probleme wie dem auskundschaften der optimalen route für dreieinhalb umzüge mit einem auto durch wien sichversteift werden.
25.2.07 03:44
 


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